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Ausgabe 5

Mit KI für das Vorstellungsgespräch üben

02. Oktober 2026

Mit KI typische Interviewfragen üben, eigene Beispiele vorbereiten und souverän ins Vorstellungsgespräch gehen.

Die Frage „Erzählen Sie etwas über sich“ klingt einfach, bis man sie beantworten soll. Dann wird aus einem kurzen Überblick schnell die gesamte Lebensgeschichte. KI kann beim Üben helfen: Sie stellt Fragen, fordert Beispiele und lässt sich beliebig oft für einen Probedurchlauf nutzen. Überzeugend wirst du dadurch, dass du deine eigenen Erfahrungen verständlich beschreiben kannst.

1. Mit einer realistischen Ausgangslage beginnen

Gib dem Tool eine Stellenbeschreibung und eine Zusammenfassung deiner relevanten Erfahrungen. Entferne vertrauliche Angaben. Bitte zunächst um typische Fragen zu genau diesen Aufgaben. Ein geeigneter Auftrag wäre: „Simuliere ein Bewerbungsgespräch für diese Position. Stelle jeweils nur eine Frage und warte auf meine Antwort. Frage nach, wenn ich allgemein bleibe. Gib mir anschließend Feedback zur Verständlichkeit und zum Bezug zur Stelle.“

KI-Feedback kritisch einordnen

Behandle das Ergebnis als Übungsmaterial. Das Tool kennt weder die tatsächlichen Interviewfragen noch die Prioritäten des Recruiting-Teams. Es kann auch unpassende Fragen oder fragwürdige Bewertungen erzeugen. Wenn eine Rückmeldung nicht nachvollziehbar ist, lass dir erklären, auf welche Aussage sie sich bezieht, und bewerte den Vorschlag selbst.

2. Die eigene Geschichte in kurzer Form erzählen

Für die Selbstvorstellung reicht häufig eine einfache Reihenfolge: Was machst du aktuell? Welche bisherigen Erfahrungen passen zur Stelle? Warum möchtest du diesen nächsten Schritt gehen? Als Übungsziel sind etwa ein bis zwei Minuten sinnvoll. Die Gesprächssituation kann allerdings mehr oder weniger Zeit verlangen; eine starre Zeitregel gibt es nicht.

Wenn du aus dem Verkauf in eine kaufmännische Sachbearbeitung wechseln möchtest, beschreibe die übertragbaren Aufgaben: Kundenanfragen bearbeiten, Informationen dokumentieren, Vorgänge nachhalten. Erkläre danach, was du fachlich noch lernen musst. So entsteht ein nachvollziehbarer Berufswechsel. Ein auswendig gelernter Text mit vielen allgemeinen Stärken liefert deutlich weniger Ansatzpunkte.

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